Wahre Freiheit findet der Mensch niemals in der Welt, sondern immer nur im eigenen Herzen.
Wahre Freiheit findet der Mensch niemals in der Welt, sondern immer nur im eigenen Herzen.

...Hier gräbt das Glück,

hier pflanzt die Lust...

 

 

Ode an meinen Garten

 

Mein Morgen- und mein Abendgruß
gilt meinem eig´nen Garten,
in welchem Kräuter und Gemüse
und Blumen auf mich warten.

 

Sie schmücken ihn wie einen König,
der Krokus grüßt im frühen März.
Im Grünen, Blühen und Verwelken
entzücken sie mein Gärtnerherz.

 

Vergißmeinnicht und schlanke Tulpen,
die Kaiserwinde und der Sporn,
die Lilien zart und Klatschmohnköpfe,
das Drossellied im Rosendorn.

 

Spielt Traurigkeit zum Tanze auf
und pocht die Wut an meine Tür,
füll´ meine Hände ich mit Erde,
in der den Schöpfungsgeist ich spür´.

 

Hier gräbt das Glück, hier pflanzt die Lust.
Hier erntet Schwester Liebe,
was Bruder Samen eingesetzt.
Hier döst Gevatter Friede.

 

Doch gäbe ich dies Paradies,
gern ohne Tor und Zaun,
samt Frieden, Schönheit, Liebesglück
für einen großen Menschentraum.

 

Ein Garten ist wie ein kleines Stück Eden.

Hier erschaffen wir uns selbst noch einmal...

 

 

Wach geküßt

 

Ich küß´ Dich wach aus Deinem Winterschlaf,
Du, mein verträumter Garten.

 

Ich spür´s in meinen Händen schon:
Du kannst es kaum erwarten.

 

Ich kraule Dir den Rücken
und kämme Dir Dein Haar.
Das finden wir beide wunderbar.

 

Du bist mein kleines Paradies.
Du lehrst mich, jedes Jahr zu lieben.

 

In Dir will ich träumen,
tanzen und singen.
Und möchte wieder mal vor Glück zerspringen.

 

 

 

 

MärzRegen

 

An unsichtbaren Schnüren
seilt sich ein kalter Regen ab.
Grün gezackt verharren Knospen
an kahlen Astgerippen.

 

Behäbig schlängelt sich der Fluß
durch seinen vorgegebenen Lauf.
Saugt auf das bleigefärbte Lachen,
das sich aus tiefen Wolken schält.

 

Die Wiesen scheinen zu ertrinken.
Kein Ebbenlied auf weite Sicht.
Zu Tausenden betören weithin
die wilden Gänse, Reiher, Schwäne.

 

In meinem Garten schlummern Wurzeln,
frieren Zwiebeln, Knollen, Samen.
Wo Tulpen Blattwerk präsentieren,
erwachen Rosenblätter spät.

 

Ein Ahnen zieht durch mein Gemüt.
Ein Lufthauch hockt am Fenster frech
und flirtet schon mit milden Reimen:
“Der Frühling naht, oh holde Maid.”

 

 

 

Rosenzauber

 

Stiller Morgen.
An Deiner Seite prangt der Himmel.
Hüllt sich im Nu azuro ein.

 

Feucht schimmert noch
das Antlitz meines Gartens.
Von seinen halb geschlossenen Augen
wischt er sich Topfen ab von Tau.

Es fallen Sonnenküsse
aus rotgoldenem Gewand.

 

Ein leichter Wind liebkost die Blüten,
wiegt träumerisch sich in den Halmen.
Ein Kuckucksruf, ein Kranichschrei,
und Nebeltücher vor dem Fenster
sind wie von Geisterhand gewebt.

 

Ich setze meinen nackten Fuß
auf Mutter Erdes feuchten Rücken,
vorbei am Rosmarienbusch,
Lavendelhäupter streifend,
an jenen Platz, an dem die Rosen weilen.

 

Wie Königinnen aufgereiht,
brillieren sie inmitten aller Pracht.
In sammetrot, so festlich eingekleidet,
von dunkelgrünem Blätterkleid umringt.
Verströmen sich, betören mich.

 

Auf ihren Häuptern schimmert,
wie feiner Puderzuckerstaub,
Raureif jener kalten Nacht.
Verwandelt sich durch Sonnenflut
in Wassertropfenperlen.

 

 


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